Weihnachtsbaum zeichnen — Schritt für Schritt
Ein Weihnachtsbaum aus drei Etagen mit Kugeln, Stern und Topf, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 61 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht derselbe Weihnachtsbaum sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist ein Baum aus drei gestapelten Etagen: unten die breiteste, darüber eine mittlere, oben ein Dreieck. Jede Etage hängt an einer geraden Girlande entlang ihrer Unterkante, und an diesen drei Girlanden hängen zusammen neun Kugeln in verschiedenen Größen — vier an der obersten, zwei an der mittleren und drei an der untersten. Oben sitzt ein fünfzackiger Stern, unten ein rechteckiger Stamm und darunter ein Topf, der nach oben breiter wird.
Die Reihenfolge auf dem Blatt geht von unten nach oben und nicht umgekehrt: Im ersten Feld steht die unterste Etage mit ihrer Girlande, im zweiten die mittlere, im dritten der Topf, im vierten das Dreieck oben. Erst im fünften Feld kommen Stern und Stamm dazu, und das sechste Feld gehört den Kugeln. Bei den Kugeln lohnt ein genauer Blick, denn sie erscheinen zweimal: Ihre kleinen Aufhänger stehen schon bei der jeweiligen Girlande mit da, die runde Kugel selbst bekommt ihre volle Linie aber erst im letzten Feld. Wer die Felder durchzählt, findet deshalb in den frühen Bildern mehr Kreisansätze als fertige Kugeln.
Zum Nachzeichnen ist die Reihenfolge des Blattes ausnahmsweise auch die praktische. Man zeichnet zuerst eine senkrechte Hilfslinie, dann von unten nach oben die drei Etagen als Trapeze, die jeweils schmaler werden und deren Unterkanten waagerecht liegen. Die oberste Etage bekommt keine waagerechte Oberkante, sondern läuft in eine Spitze aus. Stamm und Topf sitzen mittig unter der untersten Etage, der Stern mittig über der Spitze. Die Hilfslinie wird zum Schluss ausradiert. Der ganze Baum besteht damit aus vier geraden Formen und drei Girlanden — alles andere ist Schmuck und darf frei erfunden werden.
Der häufigste Fehler ist, die Etagen gleich breit zu machen. Ein gezeichneter Weihnachtsbaum wirkt nur dann wie ein Baum, wenn jede Etage deutlich schmaler ist als die darunter — kleine Unterschiede reichen nicht. Als Faustregel darf jede Etage etwa ein Viertel schmaler sein als ihre Vorgängerin. Der zweite Fehler betrifft den Stern: Er wird gern zu klein gezeichnet und verschwindet dann über der Spitze. Auf diesem Blatt ist er ungefähr so breit wie ein Drittel der obersten Etage, und das ist ein guter Anhaltspunkt.
Ausgemalt lässt sich das Blatt weit über das Ausmalen hinaus benutzen. Die neun Kugeln sind groß genug, um in jede einen Namen zu schreiben — als Adventskalender-Vorlage, als Wunschzettel oder als Platzkarte am Weihnachtstisch. Wer den Baum ausschneidet und auf festeres Papier klebt, bekommt eine Schablone, mit der sich in kurzer Zeit viele gleiche Bäume herstellen lassen; auf grünem Tonpapier nachgefahren und mit Goldpapier-Kugeln beklebt, wird daraus Fensterdeko. Und weil auf dem Blatt viel Papier frei bleibt, ist rundherum Platz für Schnee, Geschenke oder alles, was ein Kind sich dazu ausdenkt.
Dass ein gezeichneter Weihnachtsbaum aus drei sauberen Etagen besteht, hat mit einer echten Tanne wenig zu tun: Die wächst durchgehend und hat keine Absätze. Die Etagen sind eine Vereinfachung, die sich durchgesetzt hat, weil sie schnell zu zeichnen ist und trotzdem jeder versteht. Interessant ist, dass diese Vereinfachung inzwischen zurückwirkt — Papierbäume, Plätzchenausstecher und Weihnachtsdeko sehen oft genauso aus. Wer eine echte Tanne zeichnen möchte, zieht statt der drei geraden Kanten eine einzige zackige Linie von der Spitze bis zum Boden; das dauert länger und wirkt natürlicher.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Eine senkrechte Hilfslinie ziehen und die drei Etagen darauf aufbauen. Jede Etage sollte etwa ein Viertel schmaler sein als die darunter, sonst wirkt der Baum wie ein Turm.
- Den Stern großzügig anlegen — etwa ein Drittel so breit wie die oberste Etage. Zu klein gezeichnet geht er über der Spitze verloren.
- In die neun Kugeln lässt sich schreiben: Namen für den Weihnachtstisch, Zahlen für einen Adventskalender, Wünsche für den Zettel.
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