Hai zeichnen — Schritt für Schritt
Ein freundlicher Hai im Profil mit Rückenflosse und Luftblasen, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 89 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht derselbe Hai sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist ein freundlicher Hai von der Seite, der nach links schwimmt. Sein Körper ist ein langes Oval, vorn sitzt ein dreieckiger Kopf mit einem einzelnen runden Auge, und darunter steht ein weit geöffnetes Maul mit einer Reihe spitzer Zähne. Oben trägt er eine hohe dreieckige Rückenflosse, unten eine Seitenflosse und eine kleinere Bauchflosse, hinten eine zweilappige Schwanzflosse. Der Bauch ist als eigenes helleres Feld abgesetzt. Links oben steigen drei runde Luftblasen in verschiedenen Größen auf, jede mit einem kleinen Glanzpunkt.
Die Reihenfolge auf dem Blatt beginnt mit dem RUMPF und der Schwanzflosse zusammen — beide sind große Flächen. Der Kopf kommt im zweiten Feld dazu, das Maul mit den Zähnen im dritten. Im vierten Feld erscheinen die Rückenflosse und die Bauchflosse, im fünften die Seitenflosse und das Bauchfeld, im sechsten die drei Luftblasen und die Pupille. Der Hai schwimmt also fünf Felder lang mit einem leeren Auge, und die Rückenflosse — für die meisten das Erkennungsmerkmal schlechthin — steht erst an vierter Stelle.
Zum Nachzeichnen genügen drei Formen. Ein langes, liegendes Oval für den Körper; vorn links läuft es in eine Spitze aus, hinten rechts in einen schmalen Stiel, an dem die Schwanzflosse sitzt. Die Rückenflosse ist ein Dreieck, dessen Hinterkante nach hinten geneigt ist — sie steht nie senkrecht. Das Maul ist der Teil, der über den Charakter entscheidet: Auf diesem Blatt ist es ein weiter, nach oben gebogener Bogen, was den Hai lächeln lässt. Zieht man dieselbe Linie nach unten gebogen, wird aus demselben Tier ein bedrohliches.
Der häufigste Fehler betrifft die Zähne. Sie werden gern als lange, dünne Spitzen gezeichnet und wirken dann bösartig; auf diesem Blatt sind es sechs kurze, breite Dreiecke, die alle gleich groß sind und in einer Reihe stehen. Der zweite Fehler ist die Schwanzflosse. Bei einem Hai ist sie nicht symmetrisch: Der obere Lappen ist deutlich länger als der untere. Wer beide gleich lang macht, bekommt einen Delfin oder einen Fisch, aber keinen Hai — es ist der zuverlässigste Unterschied zwischen den dreien.
Ausgemalt kommt der Hai mit wenig Farbe aus: der Rücken grau oder blau, das Bauchfeld weiß gelassen, die Zähne ebenfalls. Genau diese Zweiteilung — dunkel oben, hell unten — ist bei echten Haien kein Zufall, sondern Tarnung, und auf dem Blatt ist sie schon als eigene Fläche vorgezeichnet. Weil links unten viel Papier frei bleibt, lässt sich mit ein paar waagerechten Wellenlinien schnell Wasser ergänzen; die drei Luftblasen geben dabei die Richtung vor, in der es nach oben geht.
Der auffälligste Unterschied zwischen einem Hai und einem Fisch steckt in der Schwanzflosse: Bei einem Hai ist der obere Lappen länger als der untere, bei fast allen Knochenfischen sind beide gleich. Das hat einen Grund — ein Hai hat keine Schwimmblase und muss ständig in Bewegung bleiben, damit er nicht absinkt; die schiefe Schwanzflosse erzeugt beim Schlagen zusätzlichen Auftrieb. Für das Zeichnen ist das die zuverlässigste Einzelheit überhaupt: Wer sie beachtet, bekommt einen Hai, auch wenn der Rest ungenau ist.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Ein langes liegendes Oval als Körper, vorn in eine Spitze, hinten in einen schmalen Stiel für die Schwanzflosse. Alles andere hängt daran.
- Die Rückenflosse nach hinten neigen, nie senkrecht stellen. Und den oberen Lappen der Schwanzflosse länger machen als den unteren — daran erkennt man den Hai.
- Die Zähne kurz und breit halten. Lange dünne Spitzen machen aus dem freundlichen Motiv ein bedrohliches, obwohl sich sonst nichts ändert.
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