Spinne zeichnen — Schritt für Schritt
Eine freundliche Spinne von vorn mit acht einzeln gezeichneten Beinen, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 138 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht dieselbe Spinne sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist eine freundliche Spinne von vorn. Sie besteht aus zwei runden Formen: einem größeren Hinterleib oben und einem etwas kleineren Vorderkörper davor, auf dem zwei große runde Augen und ein kleines Lächeln sitzen. Links und rechts stehen je vier Beine ab, jedes als eigene geschlossene Form mit einer Knickstelle in der Mitte gezeichnet, sodass die Beine eine echte Dicke haben und nicht bloß Striche sind. Über der Spinne schwingt ein gekräuselter Spinnfaden mit einer kleinen Schlaufe.
Die Reihenfolge auf dem Blatt ist bei diesem Motiv besonders auffällig. Im ersten Feld stehen beide Körperteile mit Augenringen und Mund; im zweiten kommt der SPINNFADEN dazu — vor allen acht Beinen. Erst ab dem dritten Feld werden die Beine gesetzt, und zwar paarweise: zuerst die beiden untersten zusammen mit den Pupillen, dann das obere Paar, dann ein weiteres Paar und im sechsten Feld die letzten Beinstücke, die die Beine mit dem Körper verbinden. Kein Bein ist auf diesem Blatt in einem Zug fertig; die inneren Abschnitte kommen zuletzt.
Zum Nachzeichnen ist die Zweiteilung des Körpers der wichtigste Punkt. Ein größerer Kreis oben, ein kleinerer davor, sich leicht überschneidend — und schon liest man Spinne, ohne dass ein einziges Bein da wäre. Für die Beine zieht man zunächst nur die Knicklinien: von jeder Seite des Vorderkörpers vier Striche nach außen, die auf halber Länge nach unten abknicken. Erst danach bekommt jedes Bein seine Dicke, indem man neben den Strich eine zweite Linie setzt. Die vier Beine je Seite sind unterschiedlich lang: die mittleren am längsten, die äußeren kürzer.
Der häufigste Fehler ist, die Beine am Hinterleib anzusetzen. Bei einer Spinne sitzen alle acht am VORDEREN Körperteil, und das ist nicht nur zoologisch richtig, sondern auch zeichnerisch der Punkt, an dem das Bild überzeugend wird — Beine am dicken hinteren Ball lassen das Tier wie einen Käfer aussehen. Der zweite Fehler betrifft die Zahl: Es müssen acht sein, vier je Seite. Sechs machen ein Insekt daraus, und weil Kinder beim Zeichnen gern die Beine zählen, fällt das sofort auf.
Ausgemalt eignet sich das Blatt gut für den Herbst und für Halloween, und es hat den Vorteil, dass die Spinne ausdrücklich freundlich gezeichnet ist: große runde Augen, ein Lächeln, keine Zähne, keine Behaarung. Wer möchte, malt den Hinterleib gemustert an — Punkte, Streifen oder ein Kreuz — und lässt die Beine einfarbig. Ausgeschnitten und an dem gezeichneten Faden aufgehängt, wird aus dem Blatt eine Fensterdeko; dass der Faden schon mitgezeichnet ist, spart dabei den Schritt, ein Loch zu stanzen.
Acht Beine und zwei Körperteile — das sind die beiden Merkmale, an denen sich eine Spinne von einem Insekt unterscheidet, und beide sind beim Zeichnen leicht zu treffen. Ein Insekt hat sechs Beine und drei Körperteile, und seine Beine sitzen alle am mittleren. Bei einer Spinne gehen alle acht vom vorderen Teil ab. Wer das einmal weiß, sieht es auf jeder Zeichnung sofort, und Kinder zählen erfahrungsgemäß nach. Die Spinnfäden entstehen übrigens am hinteren Körperteil, also genau dort, wo auf diesem Blatt kein Bein sitzt.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Zwei Kreise als Körper: ein größerer hinten, ein kleinerer davor. Beide zusammen lesen sich schon als Spinne, ohne ein einziges Bein.
- Alle acht Beine am VORDEREN Körperteil ansetzen, nie am hinteren Ball — sonst wird ein Käfer daraus.
- Erst die Knicklinien der Beine ziehen, danach jedem Bein mit einer zweiten Linie seine Dicke geben. Die mittleren Beine sind länger als die äußeren.
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