Mond zeichnen — Schritt für Schritt
Eine Mondsichel mit Kratern und fünf Sternen daneben, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 158 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht derselbe Mond sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist eine große Mondsichel, deren Spitzen nach rechts zeigen. Sie ist zweimal umrandet: eine äußere Kontur und eine zweite, engere darin, sodass die Sichel ein breites Band bildet. In diesem Band liegen fünf runde Krater in deutlich verschiedenen Größen. Rechts neben der Sichel stehen fünf fünfzackige Sterne, ebenfalls unterschiedlich groß: ein großer, zwei mittlere und zwei kleine.
Die Reihenfolge auf dem Blatt beginnt mit der INNEREN Kontur der Sichel — im ersten Feld steht zusammen mit ihr auch schon ein kleiner Krater oben und einer unten. Im zweiten Feld kommt die äußere Linie dazu, und aus der einfachen Sichel wird das Band. Das dritte Feld gehört dem größten Stern, das vierte zwei großen Kratern auf der linken Seite, das fünfte einem weiteren Krater und einem zweiten Stern. Im sechsten Feld erscheinen die letzten drei Sterne. Die Reihenfolge springt also zwischen Mond und Sternen hin und her — sie sortiert nach Größe und nicht nach Zusammengehörigkeit.
Zum Nachzeichnen ist die Sichel die einzige echte Schwierigkeit, und es gibt einen einfachen Weg: Man zeichnet zuerst einen ganzen Kreis, setzt dann einen zweiten Kreis leicht versetzt darüber und radiert die Fläche weg, in der sich beide überlappen. Was übrig bleibt, ist eine saubere Sichel mit zwei spitzen Enden. Der zweite, innere Rand entsteht danach, indem man die fertige Kontur in gleichmäßigem Abstand noch einmal nachfährt. Die Krater sind schlichte Kreise und dürfen ruhig unterschiedlich groß sein.
Der häufigste Fehler ist, die Sichel zu dünn zu machen. Eine schmale Sichel sieht aus wie ein Bananenstück; auf diesem Blatt ist die breiteste Stelle ungefähr ein Drittel der ganzen Höhe, und dadurch bleibt Platz für die Krater. Der zweite Fehler betrifft die Spitzen: Sie müssen beide gleich weit nach rechts reichen und gleich spitz auslaufen. Wenn eine kürzer gerät, kippt der ganze Mond optisch zur Seite — deutlicher, als man erwarten würde.
Ausgemalt ist der Mond ein Motiv für den Abend, und er lässt sich auf zwei ganz verschiedene Arten anlegen. Entweder man malt die Sichel gelb und lässt das Papier ringsum weiß — dann ist es ein Tagbild von einem Mond. Oder man malt den Hintergrund dunkelblau aus und lässt Sichel und Sterne weiß; das ist aufwendiger, wirkt aber wie ein echter Nachthimmel, und die fünf Sterne bekommen dabei erst ihre Wirkung. Ausgeschnitten und an einen Faden gehängt, wird aus Sichel und Sternen ein Mobile für das Kinderzimmer.
Dass der Mond als Sichel gezeichnet wird, obwohl er eine Kugel ist, liegt am Schatten: Wir sehen immer nur den Teil, den die Sonne gerade beleuchtet. Die Sichel ist also kein Stück Mond, sondern ein Lichtfleck darauf. Interessant für das Zeichnen ist, dass eine echte Mondsichel dadurch immer eine ganz bestimmte Form hat: Ihre Außenkante ist ein Kreisbogen, ihre Innenkante ein flacherer. Wer beide Kanten gleich stark biegt, bekommt eine Banane. Die dunklen Flecken, die auf dem Blatt zu Kratern werden, heißen übrigens «Meere», obwohl dort nie Wasser war.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Die Sichel aus zwei versetzten Kreisen bauen und die Überlappung wegradieren — so werden beide Spitzen von selbst gleich.
- Die Sichel breit genug anlegen, an der breitesten Stelle etwa ein Drittel der Gesamthöhe. Zu dünn sieht sie aus wie ein Bananenstück.
- Für einen Nachthimmel den Hintergrund dunkel ausmalen und Mond und Sterne weiß lassen — dann tragen die fünf Sterne das Bild mit.
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