Totenkopf zeichnen — Schritt für Schritt
Ein verzierter Zuckerschädel mit Blütenrosetten und Stirnband, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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Schritt 6 von 6
PDF · A4 · 166 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht derselbe Totenkopf sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist kein finsterer Schädel, sondern ein verzierter: ein Zuckerschädel, wie er in Mexiko zum Tag der Toten aus Zucker gegossen und bunt bemalt wird. Er ist von vorn zu sehen, hat eine breite runde Schädelkuppel und ein schmaler zulaufendes Kinn. In jeder der beiden großen runden Augenhöhlen sitzt eine Blütenrosette mit gezacktem Rand; darunter liegt eine kleine herzförmige Nasenöffnung, und darunter eine Reihe aus sechs eckigen Zähnen in einem eigenen Kasten. Über der Stirn spannt sich ein gebogenes Band mit fünf runden Punkten, und auf jeder Wange rollt sich eine Schnecke ein. Knochen sind auf dem Blatt keine.
Das erste Feld ist bei diesem Motiv ungewöhnlich voll: Der ganze Umriss steht sofort da, dazu die beiden gezackten Ringe um die Augenhöhlen, die Nase, der Zahnkasten und die äußeren Bögen der beiden Wangenschnecken. Das zweite Feld setzt das Stirnband mit seinen fünf Punkten, das dritte einen schmalen Bogen darunter. Erst im vierten Feld kommen die beiden Blütenrosetten in die Augenhöhlen — bei einem Zuckerschädel das auffälligste Merkmal überhaupt, und es steht an vierter Stelle, weil eine Rosette flächenmäßig weniger ist als der Schädel selbst. Das fünfte Feld legt die inneren Windungen der beiden Schnecken nach, das sechste die Mitten der Rosetten, die Nasenkontur und die sechs Trennstriche zwischen den Zähnen.
Zum Nachzeichnen fängt man am besten mit der Kuppel an und nicht mit dem Gesicht. Ein Kreis für den Schädel, darunter ein schmaleres Trapez für das Kinn — mehr ist der Umriss nicht. Die beiden Augenhöhlen liegen auf einer waagerechten Hilfslinie ungefähr in halber Höhe des Kreises, die Nase auf der Mittelsenkrechten darunter, die Zahnreihe wieder waagerecht. Diese drei Hilfslinien sind der ganze Trick: Sitzen sie, sitzt das Gesicht, und die Verzierungen kann man danach frei erfinden. Die Rosetten muss niemand gleichmäßig hinbekommen — bei einem echten Zuckerschädel sind sie es auch nicht, weil sie mit einer Spritztüte aufgetragen werden.
Der häufigste Fehler ist, die Augenhöhlen zu klein zu machen. Bei einem echten Schädel sind sie kleiner, bei einem gezeichneten Zuckerschädel dagegen sehr groß — sie tragen die ganze Verzierung, und wer sie klein zeichnet, hat später keinen Platz für die Blüten. Als Faustregel nimmt jede Augenhöhle etwa ein Viertel der Schädelbreite ein. Der zweite Fehler betrifft die Zahnreihe: Sie wirkt am besten, wenn alle Zähne gleich breit sind und die Trennstriche zuletzt kommen. Wer die Zähne einzeln nebeneinandersetzt, bekommt eine unregelmäßige Reihe, die den freundlichen Eindruck des Motivs verdirbt.
Ausgemalt ist das Blatt vor allem im Herbst zu gebrauchen, wenn in Kindergärten und Schulen der Tag der Toten und das Thema «andere Länder, andere Bräuche» drankommt. Die Zeichnung ist dafür ausdrücklich freundlich gehalten: viele Flächen, klare Formen, keine Andeutung von etwas Bedrohlichem. Wer es bunt ausmalt — jede Rosette in einer anderen Farbe, das Stirnband gestreift, die Zähne weiß gelassen —, kommt dem Original am nächsten, denn ein Zuckerschädel ist in Mexiko ein fröhlicher Gegenstand und kein trauriger. Ausgeschnitten und auf dunkles Tonpapier geklebt wirkt er besonders gut.
Der verzierte Zuckerschädel gehört zum mexikanischen Tag der Toten, der Anfang November gefeiert wird. Dort sind solche Schädel aus Zucker gegossen, bunt bemalt und tragen oft einen Namen auf der Stirn — sie werden verschenkt und gegessen, und sie sind ausdrücklich fröhlich gemeint: An diesem Tag wird an Verstorbene erinnert, ohne dass das traurig sein muss. Das erklärt auch, warum die Zeichnung Blüten in den Augenhöhlen hat und keine Zähne fletscht. Wer den Schädel ausmalt und einen Namen in das Stirnband schreibt, macht genau das, was in Mexiko damit gemacht wird.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Erst der Umriss: ein Kreis für die Kuppel, darunter ein schmaleres Trapez für das Kinn. Alles andere kommt hinein, nicht daran.
- Drei Hilfslinien setzen — waagerecht für die Augen, senkrecht durch die Mitte für die Nase, waagerecht für die Zähne. Danach darf die Verzierung frei erfunden werden.
- Die Augenhöhlen groß anlegen, etwa ein Viertel der Schädelbreite. Zu klein gezeichnet lassen sie später keinen Platz für die Blüten.
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