Tulpe zeichnen — Schritt für Schritt
Eine Tulpe mit drei Blütenblättern und zwei langen Blättern, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 81 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht dieselbe Tulpe sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist eine einzelne Tulpe von vorn. Ihre Blüte besteht aus zwei großen gerundeten Blütenblättern nebeneinander und einem kleinen dritten, das zwischen ihnen oben hervorschaut. Darunter sitzt ein becherförmiger Ansatz, aus dem ein gerader Stängel nach unten läuft — als schmales Band mit zwei Linien gezeichnet. Links und rechts hängen zwei lange spitze Blätter auf verschiedener Höhe am Stängel, jedes mit einer Mittelrippe.
Die Reihenfolge auf dem Blatt beginnt mit den beiden GROSSEN Blütenblättern allein — im ersten Feld steht noch nichts anderes da. Das zweite Feld setzt den Becher unter der Blüte und die Außenkante des rechten Blattes, das dritte das linke Blatt, das vierte die Mittelrippen beider Blätter, das fünfte den Stängel. Und im sechsten Feld kommt das kleine dritte Blütenblatt zwischen die beiden großen. Es ist der letzte Strich auf dem Blatt und gleichzeitig der, der aus zwei nebeneinanderliegenden Eiformen eine Tulpe macht.
Zum Nachzeichnen ist genau das der Trick, und man kann ihn aus dem Blatt direkt übernehmen — nur sollte man die kleine Mittelspitze nicht bis zum Schluss aufheben, sondern gleich mitdenken. Die drei Blütenblätter zusammen bilden eine Form wie ein umgedrehter Zacken: außen zwei hohe Bögen, in der Mitte eine kleine Spitze dazwischen. Darunter ein flacher Becher, dann der Stängel als gerade Doppellinie. Die Blätter setzen an verschiedenen Stellen des Stängels an und schwingen nach außen, statt gerade abzustehen.
Der häufigste Fehler ist, alle drei Blütenblätter gleich groß zu machen. Dann sieht die Blüte aus wie eine Krone. Auf diesem Blatt sind die beiden äußeren groß und rund, das mittlere deutlich kleiner und nur zur Hälfte sichtbar — es liegt HINTER den beiden anderen. Der zweite Fehler betrifft die Blätter: Sie sitzen auf verschiedener Höhe. Zwei Blätter, die einander genau gegenüber am Stängel ansetzen, wirken steif und symmetrisch; ein Versatz von wenigen Zentimetern lässt die Pflanze sofort natürlicher aussehen.
Ausgemalt ist die Tulpe das klassische Frühlingsmotiv, und sie verträgt jede Farbe: Es gibt sie rot, gelb, weiß, violett und zweifarbig gestreift. Wer das Blatt mehrfach ausdruckt und jede Tulpe anders anlegt, hat schnell ein ganzes Beet. Ausgeschnitten und an einen Trinkhalm geklebt, wird aus der Zeichnung ein Strauß, der nicht welkt — für den Muttertag ist das eine der wenigen Bastelarbeiten, die ein Kind ohne Hilfe zu Ende bringt.
Für den Frühling lohnt es sich, dieses Blatt zusammen mit einem zweiten Motiv auszudrucken. Weil die Tulpe schmal ist und viel Papier rechts und links frei bleibt, passen mehrere nebeneinander auf eine Wand, und schon drei genügen für ein Beet. Wer die Stängel unterschiedlich hoch ausschneidet und die Blüten leicht zueinander neigt, bekommt eine Gruppe statt einer Reihe — das ist der einzige Kniff, der eine gebastelte Blumenwiese lebendig aussehen lässt. In einen Blumentopf mit Sand gesteckt, halten die Papierstängel von allein aufrecht.
Tulpen waren im 17. Jahrhundert in den Niederlanden so begehrt, dass für einzelne Zwiebeln Preise gezahlt wurden, für die man ein Haus bekommen hätte; als der Handel zusammenbrach, blieb der Name «Tulpenmanie» übrig. Heute ist die Tulpe eine der häufigsten Gartenblumen überhaupt. Für das Zeichnen ist sie deshalb interessant, weil ihre Blüte im Gegensatz zu den meisten anderen geschlossen ist: Sie ist ein Becher und kein Stern. Wer eine geöffnete Tulpe zeichnen möchte, biegt die drei Blütenblätter einfach nach außen — dieselbe Blume, ein paar Tage später.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Die drei Blütenblätter zusammen als eine Form denken: außen zwei hohe Bögen, dazwischen eine kleine Spitze. Drei gleich große Blätter ergeben eine Krone.
- Das mittlere Blütenblatt liegt HINTER den beiden anderen und ist nur zur Hälfte zu sehen.
- Die beiden Blätter auf verschiedener Höhe am Stängel ansetzen. Genau gegenüber gezeichnet wirkt die Pflanze steif.
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