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Druckbunt.

Eis zeichnen — Schritt für Schritt

Eine Eistüte mit zwei Kugeln, Soße und Kirsche, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

  1. Schritt 1 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 1 von 6
  2. Schritt 2 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 2 von 6
  3. Schritt 3 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 3 von 6
  4. Schritt 4 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 4 von 6
  5. Schritt 5 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 5 von 6
  6. Schritt 6 von 6 — Zeichnung einer Eistüte, schwarze Linien auf weißem Grund
    Schritt 6 von 6
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Die sechs Felder, eins nach dem anderen

Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.

Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

Auf diesem Blatt steht dasselbe Eis sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist eine Eistüte von vorn. Unten läuft die Waffeltüte spitz zu und ist von gekreuzten Linien in Rauten geteilt. Darauf sitzen zwei Kugeln mit welligem Rand, die untere breiter als die obere. Über die obere Kugel läuft ein gewelltes Soßenband, und ganz oben liegt eine runde Kirsche. Auf beiden Kugeln sind ovale Streusel ausgespart.

Die Reihenfolge auf dem Blatt geht von oben nach unten — genau umgekehrt zu dem, wie man ein Eis zeichnen würde. Im ersten Feld steht die UNTERE Kugel mit ihren Streuseln, im zweiten die obere Kugel, im dritten das Soßenband darüber. Das vierte Feld setzt die Kirsche, und erst das fünfte und das sechste bringen die WAFFELTÜTE, aufgeteilt in ihre oberen und ihre unteren Rautenfelder. Zwei der sechs Felder gehören also allein dem Waffelmuster, und das Eis steht vier Felder lang ohne Tüte in der Luft.

Zum Nachzeichnen dreht man das um und beginnt unten: ein schmales Dreieck mit der Spitze nach unten für die Tüte, darauf zwei Kugeln, deren Ränder wellig sind statt rund. Genau diese Wellen machen den Unterschied zwischen einer Eiskugel und einem Ball. Das Rautenmuster entsteht, indem man erst alle Linien in die eine Richtung zieht und dann alle in die andere — nicht Raute für Raute. So bleiben die Abstände gleich, und das Muster wirkt gedruckt statt gezeichnet.

Der häufigste Fehler ist die Tüte. Sie wird gern als gleichschenkliges Dreieck gezeichnet und sieht dann aus wie ein Papierhut. Eine Waffeltüte ist SCHMAL: ihre Höhe beträgt gut das Doppelte ihrer Breite, und der Übergang zur unteren Kugel ist eine gerade waagerechte Linie. Der zweite Fehler betrifft die Kugeln: Die untere muss breiter sein als die obere, sonst kippt das Eis optisch. Und beide sitzen versetzt, nicht exakt übereinander.

Ausgemalt ist dieses Blatt eine Einladung zum Ausprobieren, weil jede Kugel eine andere Sorte sein darf: braun für Schokolade, rosa für Erdbeere, gelb für Vanille. Das Soßenband bekommt am besten eine kräftigere Farbe als die Kugel darunter, damit man es als Soße liest. Die Streusel bleiben hell oder werden bunt gepunktet. Ausgeschnitten und auf ein Plakat geklebt, ist das Eis eine fertige Ankündigung für ein Sommerfest — und weil es hoch und schmal ist, passt es auch als Rand auf eine Einladungskarte.

Weil das Blatt hoch und schmal ist, bleibt links und rechts breiter Rand frei, und der lässt sich nutzen: Zwei oder drei ausgeschnittene Eistüten nebeneinander auf einen Bogen geklebt ergeben eine Eiskarte, und wer neben jede Tüte eine Sorte schreibt, hat ein fertiges Spiel für den Kaufmannsladen. Auch als Vorlage für ein Fenster taugt die Form gut, weil sie aus wenigen großen Flächen besteht: auf buntes Transparentpapier übertragen, ausgeschnitten und hintereinandergeklebt, leuchtet sie im Gegenlicht wie ein kleines Kirchenfenster.

Die Waffeltüte ist jünger als das Eis: Sie soll 1904 auf der Weltausstellung in St. Louis entstanden sein, als einem Eisverkäufer die Schälchen ausgingen und ein Nachbarstand seine dünnen Waffeln zu Tüten rollte. Ob das genau so war, ist umstritten, aber die Tüte verbreitete sich von dort aus weltweit. Für das Zeichnen ist sie die praktischste Erfindung überhaupt: Sie gibt dem Motiv einen Fuß, sodass die Kugeln nicht in der Luft schweben, und ihr Rautenmuster füllt eine Fläche, die sonst leer wäre.

Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.

Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.

Tipp zum Drucken

  • Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
  • Die Tüte schmal anlegen: gut doppelt so hoch wie breit. Ein gleichschenkliges Dreieck sieht aus wie ein Papierhut.
  • Die Kugelränder wellig zeichnen, nicht rund. Das ist der Unterschied zwischen einer Eiskugel und einem Ball.
  • Für das Rautenmuster erst alle Linien in die eine Richtung ziehen, dann alle in die andere — nicht Raute für Raute.

Veröffentlicht Aktualisiert 807 Wörter

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