Blume zeichnen — Schritt für Schritt
Eine offene Blüte mit sechs Blütenblättern, in sechs Feldern aufgebaut — als kostenloses A4-Blatt zum Ausdrucken.

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PDF · A4 · 36 KB · Kostenlos, ohne Anmeldung. Für den privaten und schulischen Gebrauch.
Die sechs Felder, eins nach dem anderen
Jedes Feld übernimmt alle Linien des vorherigen und ergänzt sie; im sechsten steht die fertige Zeichnung. Die Reihenfolge folgt der Größe der Flächen — die größte geschlossene Fläche zuerst, die kleinste zuletzt. Das ist keine Lernmethode, sondern die Art, wie dieses Blatt gebaut wurde, und es ist das, was wir nachprüfen können.
Von uns aus einer einzigen Zeichnung abgeleitete Schrittfolge: Jeder Schritt behält die Linien des vorherigen und ergänzt sie.

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Auf diesem Blatt steht dieselbe Blume sechsmal, und jedes Feld enthält alles aus dem Feld davor und ein Stück mehr. Gezeichnet ist eine einzelne offene Blüte von vorn, auf einem geschwungenen Stängel. Sechs gleich große, gerundete Blütenblätter liegen wie ein Kranz um eine kleine runde Mitte; unten am Stängel sitzen zwei spitze Blätter auf verschiedener Höhe, das linke tiefer, das rechte höher. Insgesamt besteht die Zeichnung aus zwölf geschlossenen Flächen, und jedes der beiden Laubblätter ist durch seine Mittelrippe noch einmal in zwei Hälften geteilt — was beim Ausmalen später zwei Grüntöne pro Blatt erlaubt.
Die Reihenfolge auf dem Blatt beginnt mit drei Blütenblättern: links, rechts oben und rechts. Im zweiten Feld kommen zwei weitere dazu, oben und unten links. Erst im dritten Feld steht die Blüte vollständig, und zusammen mit dem letzten Blütenblatt entsteht der ganze Stängel in einem Zug. Das vierte Feld setzt das linke Laubblatt, das fünfte das rechte, und im sechsten Feld kommen nur noch die beiden Mittelrippen dazu. Die runde Blütenmitte ist auf dem Blatt kaum als eigener Schritt zu erkennen, weil ihre Kontur zwischen zwei Feldern aufgeteilt ist — sie steht früh als feine Linie da und bekommt später ihre volle Stärke.
Zum Nachzeichnen eignet sich diese Blume gut als erstes Motiv, weil sich der Aufbau in einem Satz beschreiben lässt: eine Mitte, sechs gleiche Blätter darum herum, ein Stängel nach unten, zwei Blätter daran. Wer mag, zeichnet zuerst mit einem sehr hellen Bleistiftstrich einen Kreis für die Mitte und einen zweiten, größeren Kreis darum — auf diesem äußeren Kreis liegen dann die Spitzen der sechs Blütenblätter, und sie werden von selbst gleichmäßig. Diese beiden Hilfskreise stehen auf dem Blatt nicht drauf; sie sind eine Krücke, die man am Ende wieder ausradiert.
Der häufigste Fehler bei diesem Motiv ist, mit dem ersten Blütenblatt zu groß anzufangen. Dann passen die restlichen fünf nicht mehr rundherum, und die Blüte wird schief. Es hilft, zuerst gegenüberliegende Paare zu setzen — oben und unten, dann links und rechts, dann die beiden schrägen — statt einmal im Kreis herum zu arbeiten. Wer im Kreis herumzeichnet, schiebt den Fehler vor sich her und findet ihn erst beim letzten Blatt.
Fertig ausgemalt wird aus dem Blatt ohne weiteren Aufwand eine Karte: Die Blume steht mittig genug, dass man das Feld ausschneiden und auf einen gefalteten Bogen kleben kann. Wer alle sechs Felder ausmalt und nebeneinander aufhängt, hat außerdem eine kleine Bildfolge, an der ein Kind sehen kann, wie aus wenigen Formen ein ganzes Motiv wird — das ist auf diesem Blatt deutlicher als bei den meisten anderen der Reihe, weil hier nur eine Handvoll Flächen im Spiel ist.
Sechs Blütenblätter sind für eine gezeichnete Blume eine gute Wahl, und zwar aus einem praktischen Grund: Sechs lassen sich leicht gleichmäßig um eine Mitte verteilen, weil man zuerst drei gegenüberliegende Paare setzen kann. Fünf oder sieben sind schwerer zu treffen, weil sich kein Gegenüber ergibt. In der Natur ist die Zahl der Blütenblätter dagegen nichts, was man sich aussuchen kann — Lilien haben sechs, Butterblumen fünf, Margeriten sehr viele —, aber eine gezeichnete Blume muss keine bestimmte Art sein. Genau das ist beim Zeichnen die Erleichterung: Solange die Blätter gleichmäßig um eine Mitte liegen und ein Stängel darunter steht, liest jeder das Bild als Blume, ohne nach der Art zu fragen. Wer trotzdem eine bestimmte Blume möchte, ändert am besten die Form der Blätter und nicht ihre Zahl: Schmale spitze Blätter ergeben eine Sternblume, breite runde eine Butterblume, lange schmale mit einem Knick eine Narzisse.
Ein Wort dazu, wie die sechs Felder auf diesem Blatt entstanden sind, weil es den Umgang damit erleichtert: Sie sind nicht sechsmal einzeln gezeichnet, sondern aus einer einzigen fertigen Zeichnung abgeleitet. Ein Programm sucht darin alle geschlossenen Flächen, sortiert sie nach Größe und blendet sie der Reihe nach ein — die größte zuerst, die kleinste zuletzt. Deshalb enthält jedes Feld garantiert alles, was im Feld davor stand, und deshalb steht am Ende genau die Zeichnung, die oben auf dem Blatt zu sehen ist. Was diese Reihenfolge nicht ist: ein Unterrichtsvorschlag. Sie folgt der Fläche und nicht der Didaktik, und an mehreren Stellen kommt deshalb etwas Großes spät oder etwas Kleines früh, als es eine Zeichenlehrerin anordnen würde. Wer die Felder in einer anderen Reihenfolge abarbeitet, macht nichts falsch; das Blatt zeigt, woraus die Zeichnung besteht, und nicht, in welcher Reihenfolge sie entstehen muss.
Zur Herstellung dieser Vorlage: Der Umriss wird mit einem Bildgenerator gezeichnet und anschließend von uns von Hand geprüft — jede Datei durchläuft vor der Veröffentlichung eine automatische Kontrolle auf geschlossene, ausmalbare Flächen, saubere Linien und einen durchgehend weißen Papiergrund, und wir sehen uns jede Grafik zusätzlich selbst an. In der Zeichnung selbst steht kein einziges Wort: Titel, Bildunterschrift und — bei den Deckblättern — die Feldbezeichnungen setzen wir separat als echten, auswählbaren Text über die Grafik. Das hat einen praktischen Vorteil gegenüber eingescannten oder als Bild eingebauten Beschriftungen: Der Text bleibt in jeder Auflösung scharf, lässt sich von Vorlesesoftware erfassen und macht die PDF-Datei kleiner. Mehr zu unserer Arbeitsweise steht unter Quellen & Methode.
Tipp zum Drucken
- Am besten auf normalem 80-g-Kopierpapier drucken. Im Druckdialog „Tatsächliche Größe“ statt „An Seite anpassen“ wählen, damit die sechs Felder gleich groß bleiben und der Raster nicht verzerrt — das Blatt ist für A4 gesetzt.
- Zwei helle Hilfskreise — einer für die Mitte, einer für die Spitzen der Blütenblätter — halten die sechs Blätter gleichmäßig. Beide zum Schluss ausradieren.
- Gegenüberliegende Blütenblätter paarweise setzen statt im Kreis herum: So verteilt sich ein kleiner Fehler auf alle sechs, statt sich beim letzten Blatt zu sammeln.
- Jedes der beiden Laubblätter ist durch seine Mittelrippe geteilt — zwei Grüntöne pro Blatt sehen deshalb gewollt aus und nicht unsauber.
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